Irrtümer im Verkehr

  • Angurten: Und wenn die Strecke noch so kurz ist: Angurten ist für alle Fahrzeuginsassen immer Pflicht.

  • Blinken: Auch im Kreisel ist Blinken obligatorisch, um anzuzeigen, dass man den Kreisel verlässt.

  • Handy: Nein, auch wenn man es ständig sieht: Telefonieren mit dem Handy ohne Freisprechanlage ist während des Fahrens verboten. Und SMS schreiben natürlich auch.

  • Winterreifen: Sie sind in der Schweiz nicht obligatorisch. Kommt es aber wegen der falschen Bereifung zu einem Unfall, kann man gebüsst werden, und die Versicherungsleistungen werden möglicherweise gekürzt.

  • Hupen: Hupkonzerte aus Freude am Matchsieg oder die frisch geschlossene Ehe sind verboten und können gebüsst werden. Gehupt werden darf innerorts nur zur Warnung, ausserorts kann mit der Hupe ein Überholvorgang angekündigt werden. Hupen um zu drohen oder zu grüssen, ist nicht erlaubt.

  • Überholen: Rechtsüberholen ist verboten. Nur Fahrzeuge, die nach links eingespurt haben, dürfen rechts überholt werden. Ausserdem ist es beim Fahren in parallelen Kolonnen gestattet, rechts an anderen Fahrzeugen vorbeizufahren nicht aber das Ausschwenken, Überholen und Wiedereinbiegen.

  • Trottoir: Das Trottoir gehört den Fussgängern, Velofahrer haben da nichts verloren, es sei denn, es hat eine Tafel, die Velofahren ausdrücklich erlaubt ( Velo gestattet ). Das gilt in der Stadt genauso wie auf dem Land.

  • Rotlicht: Rot heisst Stopp, auch für Velofahrer, auch fürs Rechtsabbiegen. Das gilt übrigens auch für das Signal Kein Vortritt .

  • Alkohol: Grundsätzlich muss ein Velofahrer wie ein Autofahrer mit einer Busse rechnen, wenn er mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut hat. Wie hoch die Busse ist, das ist von Kanton zu Kanton verschieden.

  • Radstreifen: Dieser darf auch durch Automobilisten benutzt werden, sofern sie den Veloverkehr nicht behindern. Parkieren auf dem Radstreifen ist verboten.

  • Lenken: Ein Velofahrer darf den Lenker nicht loslassen für andere Zwecke als dem Armzeichen fürs Abbiegen. Und freihändig fahren geht schon gar nicht.

  • Telefonieren: Die Benützung des Handys beim Lenken eines Velos ist verboten, genauso wie während des Autofahrens.

  • Fussgängerstreifen: Auch für Velofahrer gilt: Fussgänger haben auf dem Streifen Vortritt. Also anhalten, wenn ein Fussgänger über die Strasse will. Und: Wer auf dem Velo sitzend den Fussgängerstreifen benützt, hat KEIN Vortritt, wenn man das Velo schiebt, hingegen schon.Das Velo darf nur dann auf dem Trottoir abgestellt werden, wenn 1,5 Meter Platz für die Fussgänger bleibt.

  • Parkieren: Das Fahrrad kann nur dann auf dem Trottoir parkiert werden, wenn mindestens 1,5 Meter Raum für die Fussgänger verbleibt.

  • Tempo 30 Zonen: Da es in der 30er Zone keine Fussgängerstreifen hat, dürfen Fussgänger die Fahrbahn überqueren, wo sie wollen. Sie haben aber keinen Vortritt.

  • Fussgängerstreifen: Zwar hat der Fussgänger am Streifen immer Vortritt. Er muss sich aber vor dem Betreten vergewissern, dass der Fahrzeugführer anhalten kann.

  • Rotlicht: Auch wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist das Rotlicht darf nicht missachtet werden.

  • Alkohol: Fussgänger können nicht wegen Angetrunkenheit belangt werden. Wenn aber ein Unfall geschieht, beispielsweise weil der Fussgänger vor ein Auto torkelt, macht er sich haftbar.

  • FÄGS: Fahrzeugähnliche Geräte, kurz Fägs, also Skateboards, Kickobards, Rollerblades etc., dürfen Trottoirs und die Fussgängerzone ebenfalls benützen.

  • Über- und Unterführung: Befindet sich im Abstand von 50 Metern ein Fussgängerstreifen oder -übergang, dann muss dieser zwingend auch genutzt werden.

  • Öffentlicher Verkehr: Das Tram hat immer Vortritt, auch beim Fussgängerstreifen, weil der Bremsweg viel zu lang ist zum Anhalten. Beim Bus hingegen ist das anders: Er gilt als Motorfahrzeug wie jedes andere auch und muss auf dem Streifen dem Fussgänger den Vortritt gewähren.

Quelle: Marianne Siegenthaler

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