Drohnen

Diese Taxi-Drohne fliegt Menschen rum

Über 100 neue Drohnen sind an der Tech-Messe in Las Vegas zu sehen. Die grösste kann autonom einen Passagier befördern.

Ein Riesending von einer Drohne - und noch winzig klein im Vergleich zu einem Flugzeug oder Helikopter. Der chinesische Hersteller Ehang zeigt an der Elektronikmesse CES eine Megadrohne, die einen Passagier befördern kann.

Der Octocopter wiegt 200 Kilogramm und kann bis 100 Kilogramm befördern. Mit einer Akkuladung fliegt die 184 AAV 23 Minuten lang und bis zu 100 Stundenkilometer schnell. Dabei kann die Drohne auf bis zu 3500 Meter steigen.

Die Drohne von Ehang fliegt bis 100 Stundenkilometer schnell und transportiert eine Person. (AP Photo/John Locher)

Die Rotoren sind einklappbar, so dass das Riesenteil auf einem normalen Parkplatz für Autos abgestellt werden kann. Für den Taxibetrieb ideal: Die Drohne kann autonom fliegen, der Passagier muss also nichts steuern.

Natürlich gibt es einige offene Fragen, doch der chinesische Hersteller will das Produkt tatsächlich noch dieses Jahr auf den Markt bringen.

Dazu gibts ein Sicherheitssystem mit redundanten Systemen, die einspringen können, wenn ein anderes ausfällt. Und Ehang richtet eigene Kontrollzentren ein, die aus der Ferne eingreifen können. Bei schlechtem Wetter soll ein Start ganz verhindert werden.

Über ein Tablet kann der Passagier das Ziel eingeben.

Auch wenn solche Transportdrohnen wohl tatsächlich in der Zukunft Chancen haben, etwa für Notfalltransporte. Ein geballtes Auftreten muss man noch nicht befürchten. Schliesslich ist der Preis von 200’000 bis 300’000 Franken noch weit weg vom Massenmarkt.

Quelle: Blick, 08.01.2016

Kommen Päckli bald per «Mülltonne»?

Sind Drohnen bereits ein Auslaufmodell, bevor sie überhaupt kommerziell eingesetzt werden? Der neuste Konkurrent hat sechs Räder und kommt bis zu drei Kilometer weit. Erste Versuche laufen bereits.

Drohnen faszinieren. Sie wecken nicht nur das Kind im Manne. Diverse Logistikkonzerne tüfteln mit Hochdruck und enormem finanziellen Einsatz an Lieferdrohnen. Ob aber je Medikamente oder eine Pizza Gorgonzola per Drohne angeliefert werden, steht in den Sternen. Zu viele rechtliche Fragen sind noch offen. Und die Angst vor einem Chaos am Himmel ist gross.

Und jetzt bekommt die Drohne auch noch Konkurrenz mit Rädern. Das Design? Naja, das Ding hat etwas von einer Mülltonne auf Rädern. Dafür ist die Technik vielversprechend. Der «Liefer-Roboter» ist 50 Zentimeter hoch und kurvt mit 6 Kilometern pro Stunde durch die Stadt - etwas langsamer als ein Fussgänger.

Sechs Räder, eine Antenne und ein etwas plumpes Design: Dieser Päckli-Roboter will der Drohne das Leben schwer machen.
Per App geöffnet

Für weite Distanzen ist er kaum geeignet, dafür für die umkämpfte «Letzte Meile» in Innenstädten. Im Umkreis von drei Kilometern kann er laut der Herstellerfirma Starship Technologies Waren innert einer halben Stunde ausliefern. Der Empfänger öffnet den Deckel per App. Und der Roboter fährt wieder zu Basis zurück.

Firmeninhaber Ahri Heinla, der als Gründer von Skype viel Kohle gemacht hat, setzt voll auf seine neuste Entwicklung. Erste Protoypen sind bereits in San Francisco und Los Angeles unterwegs. «Sie überqueren die Strasse, wie wir Menschen», sagt Heinla der «Süddeutschen». Über spezielle Sensoren erkennen sie Autos. «Er geht nur über die Strasse, wenn es auch wirklich sicher ist», sagt der 43-jährige Este.

Diebe werden angebrüllt

Angst, dass Diebe unterwegs den Inhalt klauen, hat er nicht. Von der Zentrale aus könne man über einen Lautsprecher intervenieren. «Wir filmen dich gerade und kennen deine Position. Die Polizei ist in fünf Minuten da!», tönt es dann aus der kleinen Kiste. Ob und wann die selbstfahrenden Roboter-Päckli-Lieferanten auf unseren Strassen im Einsatz stehen, ist noch nicht klar.

Quelle: Blick (pbe), 25.02.2016

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